Deliktsrecht umfasst 14 Themenbereiche:
Das Deliktsrecht ist im zweiten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt und umfasst die §§ 823 bis 853 BGB. Es legt fest, wann eine Person für einen Schaden haftet, den sie einer anderen Person zugefügt hat. Dabei unterscheidet es zwischen der Verschuldenshaftung (z. B. bei Unfällen oder unerlaubten Handlungen) und der Gefährdungshaftung (z. B. bei Kraftfahrzeugen).
Besonders bedeutend ist § 823 Abs. 1 BGB, der die Grundlage für Schadensersatzansprüche bei der Verletzung von Rechtsgütern wie Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit und Eigentum bildet.
Warum ist Deliktsrecht wichtig?
Das Deliktsrecht spielt eine zentrale Rolle in der täglichen Rechtsanwendung. Egal ob im Straßenverkehr, im Arbeitsrecht oder im Vertragsrecht – die Regeln des Deliktsrechts sind überall relevant. Sie sorgen für Gerechtigkeit, indem sie Schäden ausgleichen und Fehlverhalten sanktionieren.
Diese Fälle & Rechtsprechungen mit Lösung zum Thema Strafrecht wurden von den Jurafuchs-Wissen-Nutzern zuletzt am häufigsten aufgerufen.
In der „Schwimmerschalter-Entscheidung“ befasst sich der BGH mit der Frage, ob eine Eigentumsverletzung vorliegt, wenn ein mangelhaftes Bauteil die Beschädigung der restlichen Anlage verursacht. Dies bejaht der BGH, wenn der Mangel nur einen „funktionell begrenzten“ Teil der im Übrigen einwandfreien Anlage betrifft.
Händlerin H fährt mit ihrem Handelsschiff „MS Christel“ durch ein Fleet (= künstliche Wasserstraße) des E in einen dahinter liegenden Hafen. E hat die Sanierung der Fleet-Wände schuldhaft unterlassen. Sie brechen zusammen und sperren das Handelsschiff für mehrere Monate ein.
Demonstrantin D möchte die Errichtung eines Gewerbeparks verhindern. Sie blockiert zusammen mit anderen die Baustelle für 48 Stunden. Bauunternehmer B kann die gemieteten Baumaschinen nicht mehr nutzen, da sie von den Demonstranten eingeschlossen sind.
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